Rückblick auf den letzten „Tag der offenen Tür“, 12.06.15

Rückblick auf den letzten „Tag der offenen Tür“

In den Sommerferien wird das Lehrerseminar bzw. die ehemalige Schule in Berlebeck abgerissen.

Das letzte Kapitel der Schulgeschichte in Berlebeck ist damit beendet.

Bei der Begrüßung der Gäste gab Ortsbürgermeister Harald Matz einen kurzen Überblick über

die Schulgeschichte in Berlebeck und erinnerte an die damaligen Planungen und die aus

topografischen Gründen schwierige Umsetzung des Konzepts eines Schul- und Sportzentrum.

Die Schule wurde am 31.08.1957 eingeweiht. Die Berlebecker nahmen ihre Schule damals mit

großer Begeisterung in Besitz. Der Schulneubau wurde als Musterstück für die damalige

Schullandschaft bezeichnet.

Von 1957 bis 1970 besuchten insgesamt 2.919 Schülerinnen und Schüler diese Volksschule bzw.

später die Städtische Grundschule Berlebeck.

Aufgrund der Schulreform und der damit festgelegten Mehrzügigkeit gingen die Berlebecker

ab 1971 nach Heiligenkirchen zur Schule.

Nachnutzer waren die Fachschule für Holzbearbeitungstechnik und später das Studienseminar.

Seit Mitte 2014 steht das Gebäude leer. Eine Nachfolgenutzung gibt es nicht.

Zahlreiche Berlebecker und ehemalige Schüler nutzten diesen „Letzten Tag der offenen Tür“, um sich

an die alten Schulzeiten zu erinnern, wie z.B an Fräulein Strauß mit dem Tamburin oder dem

strengen Schulleiter Herr Hildebrandt und die Klassenfahrten nach Norderney. Viele hatten Bilder

und Fotoalben mitgebracht, so auch Frau Huneke, die Ehefrau des kürzlich verstorbenen Lehrers

Günter Huneke; es gab angeregte Gespräche und viel Spaß und Schmunzeln beim Ansehen

dieser Fotos. Der TuS Falke versorgte die Gäste mit kühlen Getränken und Bratwurst.

Der von Heinz Klöpper gedrehte Schmalfilm von der Einweihungsfeier mit den Repräsentanten der

Schule, den Honoratioren der Gemeinde Berlebeck und den Schulkindern fand besonderes Interesse,

zumal er mit einem nostalgischen Vorführgerät von Hermann Möller gezeigt werden konnte.

Dieser Film soll digitalisiert werden. Die entsprechende CD kann dann gegen einen Kostenbeitrag von

5,– Euro für die Dorfgemeinschaft erworben werden (Anfragen an Harald Matz; telefonisch oder per

Mail: Harald.Matz@t-online.de ).

Das Ortsbild wird sich verändern. War es in den Jahren 2004/2005 der Abbruch des Firmengeländes

Weidmüller, so ist es in den nächsten Wochen der Abbruch dieser ehemaligen Schule.

Auf dem ehemaligen Weidmüllergelände ist eine der Umgebung angepasste Wohnbebauung

entstanden. Vielleicht ist das auch eine Option für diesen Bereich.

Eine Entscheidung über die künftige Nutzung steht jedoch noch aus.

Berlebeck ändert sich; es passt sich an die veränderten Rahmenbedingungen an und gestaltet sie.

Berlebeck bleibt – nach wie vor – ein beliebter Wohnstandort in landschaftlich reizvoller Lage mit

einem ausgeprägten Vereinsleben und hohem ehrenamtlichen Engagement.

Text und Foto: Harald Matz